Blog-Artikel aus der Kategorie „Tierwohl“

    Der Dachverband für Verbände und Vereine der Tier- und Pflanzenhaltung / -züchtung e. V. (BNA) und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) machen gemeinsame Sache mit Bundestierärztekammer e. V., Deutscher Tierschutzbund e. V., Tasso e .V. und Pro Wildlife e. V. In einem Positionspapier appellieren die Unterzeichner „anläßlich der Bundestagswahl 2017 an die Parteien, zum Schutz der Tiere den Handel auf gewerbliche Tierbörsen zu verbieten."1


    Ja, is es denn schon wieder soweit?!2


    Man muß das Schriftstück zweimal lesen, um sich der Bedeutsamkeit dieser Forderung zu vergegenwärtigen. Hier drängen eine Händlerorganisation (ZZF) und eine Vereinigung von Tier- und Pflanzenhaltern (BNA) gemeinsam mit Tierschutzverbänden, auf ein Ende gewerblicher und überregionaler Tierbörsen, weil „aufgrund des Andrangs und des schnellen Verkaufsgeschehens eine sachgerechte Beratung beim Kauf von Heim- und Wildtieren meistens nicht sicher- gestellt werden“ kann.

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    Dieses Thema ist provokant und polarisiert wie kaum ein anderes. Seit etlichen Jahren streiten sich Wissenschaftler, Tierschützer, Aquarianer, Angler, Lobbyisten usw. ob Fische Schmerzen empfinden. Bereits 2015 hat „Schmerz lass nach - Kritische Betrachtungen zum Thema Schmerzempfinden bei Fischen“ hohe Wellen geschlagen. Jetzt also ein weiterer Versuch, und er beginnt mit folgender Anklage: „Man braucht den Fisch eigentlich gar nicht zu töten: er nimmt uns dieses Geschäft ab ohne Schreie, ohne Blut und ohne vorwurfsvollen Blick.“


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    SAIA Fischlisten, 3. Auflage

    Die von SAIA/ESAIA e. V. entwickelten Listen der ökologisch bedenklichen und ungeeigneten Fischarten sind eine Erfolgsgeschichte. Sie wurden seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2011 (damals im Zusammenhang mit dem SAIA FishSelector) unzählige Male heruntergeladen und dienen als Orientierungshilfe und Handlungsempfehlung für alle, die sich mit Meeresaquaristik beschäftigen. Die Listen erscheinen nun in 3., vollständig aktualisierter Auflage. Anlass dafür gaben zwei aktuelle Entwicklungen, die bei den Recherchen zu Palettendoktorfischen deutlich wurden: der spürbare Trend hin zu kleineren Aquarien und der Mangel an Daten zu lokalen Zierfischpopulationen.


    Neue Beckengröße: 1000 Liter

    In der „Liste der für den Durchschnittsaquarianer mit Riffaquarium ungeeigneten Arten“ ist die Beckengröße von 5000 Liter auf 1000 Liter geändert worden. Denn Neueinsteiger und Durchschnittsaquarianer besitzen kaum noch Aquarien jenseits der 1000-Liter-Grenze. Größere

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    Prof. Ellen Thaler, renommierte Verhaltensbiologin aus Innsbruck und langjährige Autorin des Koralle-Magazins, war gerne bereit, uns mit einem Artikel für die SAIA Kampagne zum Schutze Dorys zu unterstützen.

    Wie bereits aus zahlreichen Veröffentlichungen gewöhnt, stellt die unermüdliche Forscherin das Verhalten von Paracanthurus hepatus (Dory) in den Kontext des heimischen Aquariums und leitet die daraus resultierenden Pflegeanforderungen des Palettendoktorfisches ab. Hierbei wird auch ein Vergleich mit Amphiprion ocellaris gezogen, dessen Rolle im Kassenschlager Findet Nemo einen Massenansturm auf diese Clownfischart im Meerwasserhandel auslöste. Um einen unüberlegten Liebesandrang auf Dory vorzubeugen, führt uns Frau Thaler u.a. die hohen Anforderungen von Palettendoktorfischen an den Meerwasseraquarianer vor Augen.


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    In einer zurückliegenden Ausgabe des Magazins „Der Meerwasseraquarianer“ findet sich ein bemerkenswerter Artikel mit der Überschrift „Glück gehabt – die Rettung von zwei Doktorfischen“ (2/2014). Er zeigt, wie gedankenlos mit Lebewesen manchmal umgegangen wird. Aber ein lebend Ding verdient mehr! Ihm Schmerzen zuzufügen, ist unterste Schublade. Für den ein oder anderen stellt sich allerdings die Frage: Können Fische überhaupt Schmerzen empfinden? Und was hat das mit unserem Hobby zu tun? Eine Antwort versucht u.a. der Tierphilosoph Prof. Markus Wild zu geben!


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