Blog-Artikel mit dem Tag „Aquarienfischerei“

    Indonesien sei schuld. Wieder einmal. So steht es in der „Jakarta Post“ vom 27. August 2016. Seit Jahren verdunkeln Rauchschwaden, die durch illegale Brandrodungen entstehen, den Himmel über Singapur und weiten Teilen Malaysias. Die Qualität der Atemluft sinkt dabei rapide. Nach Messungen der Behörden in Singapur kletterte der Luftverschmutzungsindex [1] am Tag zuvor (14.00 Uhr) auf die Marke 215. Alles über 200 wird von der National Environment Agency (NEA) als „very unhealthy“ bewertet. Wer es sich leisten kann, solle zu Hause bleiben.


                        


    Der indonesische Vizepräsident Muhammad Jusuf Kalla kann die Aufregung und Kritik seines reichen Nachbars nicht verstehen. Schon 2015 ließ er die Presse wissen, dass die Bürger Singapurs lieber die gute Luft, die an Tagen ohne Smog herrsche, genießen sollten.[2] Wie oft müsse sich sein Land eigentlich noch entschuldigen, schiebt Kalla staatstragend hinterher. Äußerungen wie diese sind in einer Welt verlogener,

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    SAIA Fischlisten, 3. Auflage

    Die von SAIA/ESAIA e. V. entwickelten Listen der ökologisch bedenklichen und ungeeigneten Fischarten sind eine Erfolgsgeschichte. Sie wurden seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2011 (damals im Zusammenhang mit dem SAIA FishSelector) unzählige Male heruntergeladen und dienen als Orientierungshilfe und Handlungsempfehlung für alle, die sich mit Meeresaquaristik beschäftigen. Die Listen erscheinen nun in 3., vollständig aktualisierter Auflage. Anlass dafür gaben zwei aktuelle Entwicklungen, die bei den Recherchen zu Palettendoktorfischen deutlich wurden: der spürbare Trend hin zu kleineren Aquarien und der Mangel an Daten zu lokalen Zierfischpopulationen.


    Neue Beckengröße: 1000 Liter

    In der „Liste der für den Durchschnittsaquarianer mit Riffaquarium ungeeigneten Arten“ ist die Beckengröße von 5000 Liter auf 1000 Liter geändert worden. Denn Neueinsteiger und Durchschnittsaquarianer besitzen kaum noch Aquarien jenseits der 1000-Liter-Grenze. Größere

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    Dory Assessments

    Disneys Blockbuster „Findet Dory“ hat das Potential, die Nachfrage nach Palettendoktorfischen stark steigen zu lassen. Aber auch ohne diesen Liebesansturm ist Dory bereits ein sehr beliebter Aquarienfisch. Aufgrund fehlender Populationsdaten könnte diese Beliebtheit großen Einfluss auf lokale Vorkommen der Spezies haben. Eine Forschungsstudie soll nun Klarheit bringen. Wie Ihr uns bei der Bestandsaufnahme (Assessments) unterstützen könnt, erfahrt Ihr hier.


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    Der vorliegende Text entstand im Zuge eines Aufrufs, der am 27.01.2013 auf Korallenriff.de gestartet wurde. Ein bekanntes Meerwassermagazin aus UK veröffentlichte „Turf War in Hawaii“ zwei Monate später. Im Dezember desselben Jahres unterzeichnete Gouverneur Neil Abercrombie die West Hawaii Regional Fishery Management Area Rules.

     

    Durch eine aktuelle Zuspitzung in dem seit mittlerweile Jahrzehnten schwelenden Konflikt sehe ich mich veranlasst, meinen Artikel hierzulande in einer überarbeiteten Fassung vorzustellen, um allen deutschsprachigen Meerwasseraquarianern die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild von den Geschehnissen in Hawaii zu machen.



    Einleitung


    1. Mach´s gut … und danke für den Fisch!

    Der Demokrat Danny Coffman gehörte seit 2009 dem Repräsentantenhaus von Hawaii an. Bei seiner Verabschiedung im Dezember 2013 ließ es sich Governor Neil Abercrombie nicht nehmen, ihm nach der Unterzeichnung der West Hawaii Fishing Rules für seinen großartigen Einsatz zu danken. Er

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    Auf Korallenriff.de postete jemand vor kurzem: "Unser Hobby hat mit Tierschutz NIX zu tun. Wir sind Tierfreunde OK, Beckenbeschauer in den meisten Fällen. Keine Tierschützer, Umwelt Schützer o.ä.... FALSCHES FORUM!"
    Diese Aussage ist bedenklich und auch nicht ungefährlich - nicht nur weil sie Wasser auf die Mühlen derjenigen ist, die für Verbote sind. Warum Hobby und Umwelt- bzw. Tierschutz sich nicht ausklammern (sich nicht ausklammern dürfen!), könnt Ihr hier lesen...

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    Seit ungefähr 9 Jahren ist das bislang einzige Ökolabel im Meerwasserhandel verschwunden. Die Organisation, die gemeinhin als MAC bekannt war, hatte es 1998 ins Leben gerufen. Einem breiteren Publikum wurde sie durch die MAC News in der KORALLE bekannt. Im Frühjahr 2008 war dann aus heiterem Himmel Schluß. Warum, wurde nie erklärt, auch nicht auf Anfrage. Weder von der KORALLE-Redaktion, noch vom Marine Aquarium Council selbst. Dieser Artikel möchte ein wenig zur Aufklärung beitragen. Außerdem wird die Frage erörtert, warum ein Ökolabel für die Meeresaquaristik über-lebensnotwendig ist.


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