Blog-Artikel mit dem Tag „Meeresaquaristik“

    Indonesien sei schuld. Wieder einmal. So steht es in der „Jakarta Post“ vom 27. August 2016. Seit Jahren verdunkeln Rauchschwaden, die durch illegale Brandrodungen entstehen, den Himmel über Singapur und weiten Teilen Malaysias. Die Qualität der Atemluft sinkt dabei rapide. Nach Messungen der Behörden in Singapur kletterte der Luftverschmutzungsindex [1] am Tag zuvor (14.00 Uhr) auf die Marke 215. Alles über 200 wird von der National Environment Agency (NEA) als „very unhealthy“ bewertet. Wer es sich leisten kann, solle zu Hause bleiben.


                        


    Der indonesische Vizepräsident Muhammad Jusuf Kalla kann die Aufregung und Kritik seines reichen Nachbars nicht verstehen. Schon 2015 ließ er die Presse wissen, dass die Bürger Singapurs lieber die gute Luft, die an Tagen ohne Smog herrsche, genießen sollten.[2] Wie oft müsse sich sein Land eigentlich noch entschuldigen, schiebt Kalla staatstragend hinterher. Äußerungen wie diese sind in einer Welt verlogener,

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    Marine Ornamental Species Aquaculture

    Ein neues Standardwerk über Nachzuchten in der Meeresaquaristik ist am 17. Februar 2017 erschienen. Ein Muß für jeden, der Zierfische, Wirbellose und Futterkulturen züchtet und/oder auf dem neuesten Stand der Dinge bleiben möchte. Die Autorenschaft ist international und renommiert. Herausgeber sind Wissenschaftler, die an unterschiedliche Universitäten arbeiten: Ricardo Calado (Departamento de Biologia & CESAM, Universidade de Aveiro, Portugal), Ike Olivotto (Dipartimento di Scienze della Vita e dell’Ambiente, Università Politecnica delle Marche, Italien), Miguel Planas Oliver (Departamento de Ecología Y Recursos Marinos, Instituto de Investigaciones Marinas / CSIC, Spanien) und G. Joan Holt (Marine Science Institute, University of Texas, USA). Um einen umfangreichen Überblick zum Thema Nachtzuchten zu ermöglichen, haben sich weitere Kapazitäten der Teamarbeit angeschlossen, wie zum Beispiel Andrew Rhyne (Roger Williams University,

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    SAIA Fischlisten, 3. Auflage

    Die von SAIA/ESAIA e. V. entwickelten Listen der ökologisch bedenklichen und ungeeigneten Fischarten sind eine Erfolgsgeschichte. Sie wurden seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2011 (damals im Zusammenhang mit dem SAIA FishSelector) unzählige Male heruntergeladen und dienen als Orientierungshilfe und Handlungsempfehlung für alle, die sich mit Meeresaquaristik beschäftigen. Die Listen erscheinen nun in 3., vollständig aktualisierter Auflage. Anlass dafür gaben zwei aktuelle Entwicklungen, die bei den Recherchen zu Palettendoktorfischen deutlich wurden: der spürbare Trend hin zu kleineren Aquarien und der Mangel an Daten zu lokalen Zierfischpopulationen.


    Neue Beckengröße: 1000 Liter

    In der „Liste der für den Durchschnittsaquarianer mit Riffaquarium ungeeigneten Arten“ ist die Beckengröße von 5000 Liter auf 1000 Liter geändert worden. Denn Neueinsteiger und Durchschnittsaquarianer besitzen kaum noch Aquarien jenseits der 1000-Liter-Grenze. Größere

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    Dory Assessments

    Disneys Blockbuster „Findet Dory“ hat das Potential, die Nachfrage nach Palettendoktorfischen stark steigen zu lassen. Aber auch ohne diesen Liebesansturm ist Dory bereits ein sehr beliebter Aquarienfisch. Aufgrund fehlender Populationsdaten könnte diese Beliebtheit großen Einfluss auf lokale Vorkommen der Spezies haben. Eine Forschungsstudie soll nun Klarheit bringen. Wie Ihr uns bei der Bestandsaufnahme (Assessments) unterstützen könnt, erfahrt Ihr hier.


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    Beratungspflicht in Deutschland

    Seit dem 1. August 2014 ist es für Tierverkäufer Pflicht, ihre Kundschaft über die Bedürfnisse der angebotenen Lebewesen aufzuklären – sowohl durch eine persönliche Beratung als auch durch das Aushändigen eines sogenannten Steckbriefs. Um herauszufinden, was aus der gesetzlichen Regelung geworden ist, haben wir Hobbyaquarianer ebenso wie Händler gebeten, an unseren anonymisierten Umfragen teilzunehmen. Die Auswertung findet ihr hier.


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    Seit dem 1. August 2014 ist es für Tierverkäufer Pflicht, ihre Kundschaft über die Bedürfnisse der angebotenen Lebewesen aufzuklären – sowohl durch eine persönliche Beratung als auch durch das Aushändigen eines sogenannten Steckbriefs. Um herauszufinden, was aus der gesetzlichen Regelung geworden ist, haben wir Hobbyaquarianer ebenso wie Händler gebeten, an unseren anonymisierten Umfragen teilzunehmen.


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    Prof. Ellen Thaler, renommierte Verhaltensbiologin aus Innsbruck und langjährige Autorin des Koralle-Magazins, war gerne bereit, uns mit einem Artikel für die SAIA Kampagne zum Schutze Dorys zu unterstützen.

    Wie bereits aus zahlreichen Veröffentlichungen gewöhnt, stellt die unermüdliche Forscherin das Verhalten von Paracanthurus hepatus (Dory) in den Kontext des heimischen Aquariums und leitet die daraus resultierenden Pflegeanforderungen des Palettendoktorfisches ab. Hierbei wird auch ein Vergleich mit Amphiprion ocellaris gezogen, dessen Rolle im Kassenschlager Findet Nemo einen Massenansturm auf diese Clownfischart im Meerwasserhandel auslöste. Um einen unüberlegten Liebesandrang auf Dory vorzubeugen, führt uns Frau Thaler u.a. die hohen Anforderungen von Palettendoktorfischen an den Meerwasseraquarianer vor Augen.


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    Die Weihnachts-Tombola von NRW-Riff.de und ESAIA e. V. war etwas ganz Besonderes – nicht nur weil es viele tolle Preise zu gewinnen gab. Es diente auch einem ehrgeizigen Projekt. Am Ende konnten alle gewinnen. Was genau, erfahrt ihr hier.


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    Schauplatz der MACNA-Konferenz ist in diesem Jahr San Diego. Vom 9. bis 11. September 2016 trifft sich dort alles, was Rang und Namen hat, um über Belange der Meerwasseraquaristik zu diskutieren. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten im Vorfeld zwei Meldungen: 1. der grandiose Zuchterfolg von Palettendoktorfischen und 2. die niederschmetternde Studie über Giftfänge, die unter Zuhilfenahme von Dory in den US-Medien kolportiert wird. Auch der Disney-Konzern hat sich im Zuge der Kampagnen, die den Blockbuster „Finding Dory“ begleiten, zu Wort gemeldet.


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    Am Rande der Messe „Fisch & Reptil“ in Sindelfingen (2015) stellte sich Dr. Dieter Brockmann, Redakteur des Magazins „Koralle“, den Fragen von Robert Baur, dem Betreiber des größten deutschsprachigen Portals für Meerwasseraquarianer (Korallenriff.de). Ein Interview, über das man geteilter Meinung sein kann. Um die strittigen Punkte zu klären, habe ich Herrn Dr. Brockmann um ein weiteres Interview gebeten.


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