Blog-Artikel aus der Kategorie „Neue Artikel“

    Dieses Thema ist provokant und polarisiert wie kaum ein anderes. Seit etlichen Jahren streiten sich Wissenschaftler, Tierschützer, Aquarianer, Angler, Lobbyisten usw. ob Fische Schmerzen empfinden. Bereits 2015 hat „Schmerz lass nach - Kritische Betrachtungen zum Thema Schmerzempfinden bei Fischen“ hohe Wellen geschlagen. Jetzt also ein weiterer Versuch, und er beginnt mit folgender Anklage: „Man braucht den Fisch eigentlich gar nicht zu töten: er nimmt uns dieses Geschäft ab ohne Schreie, ohne Blut und ohne vorwurfsvollen Blick.“


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    Sie sind eine der größten Gefahren für unsere Weltmeere überhaupt: Fischernetze, die sich losgerissen haben oder absichtlich versenkt wurden. Diese sogenannten Geisternetze können jahrzehntelang unkontrolliert durch die Meere treiben und sind für viele Tiere eine tödliche Falle. Jedes Jahr verenden Millionen von Meerestieren auf qualvolle Art und Weise in diesen Geisternetzen. Darunter: Delfine, Robben, Wale, Schildkröten, Haie, Seevögel und unzählige Fischarten.


    Mit Bracenet wollen wir aktiv etwas dagegen tun und öffentlich ein Zeichen setzen. Gemeinsam mit der bekannten Meeresschutz-Organisation Healthy Seas bergen wir diese tödlichen Fallen, reinigen sie und fertigen daraus in Handarbeit ein Armband – das Bracenet. Alles weiteren Informationen findet Ihr auf https://bracenet.net.

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    Für manch einen Nutzer ein Grund zum Feiern ‒ etliche Male wurde ich darauf hingewiesen, auf der „wohl größten deutschsprachigen Plattform für Meerwasseraquarianer“ fehl am Platz zu sein. Unvergessen bleibt mir der Kommentar: „Unser Hobby hat mit Tierschutz NIX zu tun. Wir sind Tierfreunde OK, Beckenbeschauer in den meisten Fällen. Keine Tierschützer, Umwelt Schützer o.ä. ... FALSCHES FORUM!“ Viele Aquarianer vertreten zum Glück eine andere Meinung. Die hohe Klickzahl von durchschnittlich 6 500 Lesern pro Beitrag sowie die große Beteiligung an unseren Umfragen zum Onlinehandel (2013) und zur Beratungspflicht (2016) bestätigen das.

    SAIA hat nie hinterm Berg gehalten und Dinge beim Namen genannt, die andere sich aus falsch verstandener Rücksichtnahme oder Hasenfüßigkeit nicht zu sagen trauten. Aktuelles Beispiel meiner Kritik sind Quallenaquarien, die als Dekorationsmittel im Handel beworben werden ‒ ein Trend, der sich im Nanobereich mehr und mehr durchsetzt. Was vor ein paar

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    Indonesien sei schuld. Wieder einmal. So steht es in der „Jakarta Post“ vom 27. August 2016. Seit Jahren verdunkeln Rauchschwaden, die durch illegale Brandrodungen entstehen, den Himmel über Singapur und weiten Teilen Malaysias. Die Qualität der Atemluft sinkt dabei rapide. Nach Messungen der Behörden in Singapur kletterte der Luftverschmutzungsindex [1] am Tag zuvor (14.00 Uhr) auf die Marke 215. Alles über 200 wird von der National Environment Agency (NEA) als „very unhealthy“ bewertet. Wer es sich leisten kann, solle zu Hause bleiben.


                        


    Der indonesische Vizepräsident Muhammad Jusuf Kalla kann die Aufregung und Kritik seines reichen Nachbars nicht verstehen. Schon 2015 ließ er die Presse wissen, dass die Bürger Singapurs lieber die gute Luft, die an Tagen ohne Smog herrsche, genießen sollten.[2] Wie oft müsse sich sein Land eigentlich noch entschuldigen, schiebt Kalla staatstragend hinterher. Äußerungen wie diese sind in einer Welt verlogener,

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    Marine Ornamental Species Aquaculture

    Ein neues Standardwerk über Nachzuchten in der Meeresaquaristik ist am 17. Februar 2017 erschienen. Ein Muß für jeden, der Zierfische, Wirbellose und Futterkulturen züchtet und/oder auf dem neuesten Stand der Dinge bleiben möchte. Die Autorenschaft ist international und renommiert. Herausgeber sind Wissenschaftler, die an unterschiedliche Universitäten arbeiten: Ricardo Calado (Departamento de Biologia & CESAM, Universidade de Aveiro, Portugal), Ike Olivotto (Dipartimento di Scienze della Vita e dell’Ambiente, Università Politecnica delle Marche, Italien), Miguel Planas Oliver (Departamento de Ecología Y Recursos Marinos, Instituto de Investigaciones Marinas / CSIC, Spanien) und G. Joan Holt (Marine Science Institute, University of Texas, USA). Um einen umfangreichen Überblick zum Thema Nachtzuchten zu ermöglichen, haben sich weitere Kapazitäten der Teamarbeit angeschlossen, wie zum Beispiel Andrew Rhyne (Roger Williams University,

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    SAIA Fischlisten, 3. Auflage

    Die von SAIA/ESAIA e. V. entwickelten Listen der ökologisch bedenklichen und ungeeigneten Fischarten sind eine Erfolgsgeschichte. Sie wurden seit ihrer Veröffentlichung im Jahr 2011 (damals im Zusammenhang mit dem SAIA FishSelector) unzählige Male heruntergeladen und dienen als Orientierungshilfe und Handlungsempfehlung für alle, die sich mit Meeresaquaristik beschäftigen. Die Listen erscheinen nun in 3., vollständig aktualisierter Auflage. Anlass dafür gaben zwei aktuelle Entwicklungen, die bei den Recherchen zu Palettendoktorfischen deutlich wurden: der spürbare Trend hin zu kleineren Aquarien und der Mangel an Daten zu lokalen Zierfischpopulationen.


    Neue Beckengröße: 1000 Liter

    In der „Liste der für den Durchschnittsaquarianer mit Riffaquarium ungeeigneten Arten“ ist die Beckengröße von 5000 Liter auf 1000 Liter geändert worden. Denn Neueinsteiger und Durchschnittsaquarianer besitzen kaum noch Aquarien jenseits der 1000-Liter-Grenze. Größere

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    Dory Assessments

    Disneys Blockbuster „Findet Dory“ hat das Potential, die Nachfrage nach Palettendoktorfischen stark steigen zu lassen. Aber auch ohne diesen Liebesansturm ist Dory bereits ein sehr beliebter Aquarienfisch. Aufgrund fehlender Populationsdaten könnte diese Beliebtheit großen Einfluss auf lokale Vorkommen der Spezies haben. Eine Forschungsstudie soll nun Klarheit bringen. Wie Ihr uns bei der Bestandsaufnahme (Assessments) unterstützen könnt, erfahrt Ihr hier.


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    SAIA-Kampagne warnt vor Überfischung der Palettendoktorfische

    Die Sustainable Aquarium Industry Association (SAIA) hat eine umfangreiche Kampagne zum Schutz des Palettendoktorfisches gestartet. Anlass ist der Blockbuster „Findet Dory“, der am 17. Juni 2016 Premiere feiert. Mit „Findet Dory“ will der Disney-Konzern an seinen Erfolg mit „Findet Nemo“ von 2003 anknüpfen und ihn sogar noch übertreffen. SAIA dagegen warnt: Sollte die Nachfrage der Aquarianer nach Palettendoktorfischen ähnlich rasant steigen wie ab 2003 die Nachfrage nach Anemonenfischen, so sind lokale Populationen von Überfischung bedroht.

    Von Nemo lernen

    Kurzer Rückblick: Der Blockbuster mit dem niedlichen Anemonenfisch Nemo weckte vor allem in vielen Kindern den Wunsch, sich einen Nemo ins heimische Aquarium zu holen. Die Nachfrage nach Anemonenfischen (Amphiprion) stieg um 25 Prozent (I) und wurde durch vermehrte Nachzuchten und Wildfänge befriedigt. Die Hälterungsbedingungen waren in den meisten Fällen aber

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